Salz – Freund oder Feind?

Salz in Holzschüssel mit Mörser

Beim Thema Salz scheiden sich oftmals die Geister. Doch eines ist sicher: Salz ist lebenswichtig für unseren Körper! Wie so oft kommt es dabei aber auf die richtige Menge an. Die weißen Kristalle bringen nicht nur Würze in unser Essen – sie stecken auch voller beeindruckender Eigenschaften. Aber ab welcher Menge ist der Verzehr nicht mehr unbedenklich?

Echt salzig!

Ein italienisches Sprichwort besagt: „Die Gesundheit ist wie das Salz: Man bemerkt nur, wenn es fehlt.“ Manch einer mag seine Gerichte mit einer extragroßen Prise Salz, andere wiederum versuchen es weitgehend zu vermeiden. „Salz ist ungesund“ – dieser Satz hat das weiße Gold in den vergangenen Jahren vermehrt in Verruf gebracht. Zu Recht? Wir glauben nicht. Nicht umsonst stellten die weißen Kristalle früher einen wertvollen Rohstoff dar. Der Besitz von Salz bescherte vielen Familien und Städten Wohlstand, mit der Zeit wurde das Luxusgut zum Alltagsprodukt – einem Alltagsprodukt, das wir in der heutigen Zeit etwa zu wenig schätzen?

Himalaya-Salz in einem Teller

Eine Prise Salz …

Zu viel? Zu wenig? Es ist gar nicht so leicht, die richtige Prise an Salz zu erwischen, auch da sich in dem Fall das individuelle Empfinden sehr stark unterscheidet. Jedoch ist sicher, dass der menschliche Körper täglich zwischen fünf und sechs Gramm Salz benötigt. Zu bedenken ist aber, dass wir bei sportlicher Betätigung Schweiß und somit wichtiges Salz verlieren. Diese Tatsache sollte von Sportlern keineswegs unterschätzt werden.

Männer im Meer bei Salzgewinnung

Um unseren Salzspeicher wieder aufzufüllen, können wir zu verschiedenen Salzarten greifen. Das klassische Kochsalz besteht aus einer Natriumchlorid-Verbindung. Es wird aus dem Meer oder aus Salzbergwerken gewonnen. Immer öfter finden wir auch Natursalze in den Supermarktregalen. Sie enthalten nicht nur Natrium und Chlorid, sondern auch wichtige natürliche Nährstoffe, zum Beispiel Magnesium und Kalium.

Gesunde Kristalle

Die Salzaufnahme versorgt uns zu einem mit Natriumchlorid. Dieser Stoff regelt den Flüssigkeits- und Nährstoffhaushalt im Körper und wirkt sich positiv auf den Knochenaufbau aus. Außerdem profitieren unsere Muskeln und Nerven davon, da es für die Reizweiterleitung wichtig ist. Zudem spielt Natrium für die funktionierende Blutzirkulation eine Rolle. Das in Salz enthaltene Chlorid unterstützt unsere Verdauung. Chlorid ist ein Bestandteil der Magensäure und hilft, Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen. Meist ist dem heute verfügbaren Kochsalz Jod zugesetzt. Jod ist für eine gesunde Schilddrüsenfunktion unerlässlich (ausgenommen Hashimoto-Schilddrüse).

Salz und andere Gewürze auf Löffel

Zu viel des Guten

Der empfohlene Tagesbedarf an Salz wird in unserer Zeit in vielen europäischen Ländern weit überschritten. Deshalb scheint immer wieder die Meinung bestätigt zu werden, dass Salz ungesund sei. Jedoch ist einfach nur die richtige Menge ausschlaggebend. Nehmen wir zu viel der weißen Kristalle auf, so kann dies schlechte Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben, etwa kann der Blutdruck bei ständigem Salzüberschuss steigen. Grund dafür ist die Verengung der Blutgefäße. Auch kann bei lang anhaltendem Überschuss die Nierenfunktion beeinträchtigt werden. Daher ist es am wichtigsten, bei der Menge die goldene Mitte zu finden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*