Ketogene Ernährung: Das solltet ihr wissen

Frau streckt sich

Es gibt eine Vielzahl von Ernährungstrends, die häufig genauso schnell verschwinden, wie sie gekommen sind. Doch ein Trend hält sich wacker: die ketogene Ernährung. Mit ihrer Hilfe soll es uns ganz leichtfallen, Gewicht zu verlieren, ohne dabei auf den Genuss verzichten oder hungern zu müssen. Klingt doch alles sehr vielversprechend, oder? Wir sind dem Erfolgsrezept der ketogenen Ernährung auf den Grund gegangen und haben die wichtigsten Aspekte für euch recherchiert.

Das Prinzip

Bei der ketogenen Diät wird grundsätzlich auf Kohlenhydrate verzichtet; somit handelt es sich dabei um eine Form von Low Carb. Dennoch unterscheidet sie sich ein wenig von den üblichen Low-Carb-Diäten. Unser Stoffwechsel wird in Ketose gesetzt: Durch die Aufnahme von sehr fettreichen Speisen wird die Arbeit unseres Stoffwechsels abgeändert, denn normalerweise benötigen wir Kohlenhydrate, um daraus Energie zu gewinnen. Da jedoch bei der ketogenen Ernährung kaum Kohlenhydrate gegessen werden, greift unser Stoffwechsel deshalb auf vorhandene Fettreserven zurück. Die benötigte Energie wird nun aus dem Fett gezogen – und entsteht nicht wie sonst üblich durch die Aufnahme von kohlenhydratreichen Speisen. Diese Umprogrammierung des Stoffwechsels erfolgt innerhalb weniger Tage und verspricht einen schnelleren Fettab- und zugleich einen stärkeren Muskelaufbau.

Lachs, Spargel, Tomaten auf Brett

Ketogenes Essen

Um unseren Stoffwechsel in den ketogenen Zustand zu versetzen, wird bei der Ernährung vor allem die Fettzufuhr bevorzugt. Rund zwei Drittel der Nahrung, die wir bei dieser Diät aufnehmen, bestehen aus Fetten. Der Rest des täglichen Ernährungsbedarfs wird durch Eiweiß und eine minimale Menge an Kohlenhydraten – genauer gesagt: nicht mehr als 30 Gramm – gedeckt. Fette werden oft mit ungesundem Essen assoziiert, aber es gibt gute und schlechte Fettquellen. Die ketogene Diät setzt auf die guten, wie z.B. Fisch, Nüsse, Käse, sowie auf pflanzliche Öle. Speisen, die Zucker enthalten, werden komplett vom Ernährungsplan verbannt, und Lebensmittel wie Nudeln, Kartoffeln, Brot und Reis sind ebenso absolute No-Gos. Der Grund: All diese sind besonders kohlenhydratreiche Lebensmittel. Außerdem heißt es Acht geben bei kohlenhydratlastigem Gemüse, beispielsweise Bohnen und Erbsen. Dennoch wird der Genuss von Gemüse empfohlen, und zwar von Brokkoli, Zucchini und Avocados.

halbierte Avocado

Der Effekt

Besonders bei Fitnessbegeisterten ist die ketogene Ernährung sehr beliebt. Durch die Umstellung des Stoffwechsels kommt es zu einer effektiven Fettverbrennung – den Problemzonen wird damit der Kampf angesagt. Zudem werden im Vergleich zu vielen anderen Diäten bei dieser Form Muskeln aufgebaut, während wir über genügend Energie verfügen, da wir ausreichend Fette zu uns nehmen. In der Medizin wird diese Diät auch als Therapie bei Epilepsie oder Alzheimer angewendet. Ebenfalls soll sich die stark verringerte Aufnahme von Kohlenhydraten positiv auf Akne und Herzkrankheiten auswirken. Da es sich aber um eine radikale Umstellung der Ernährung handelt, sollte vorab durch ein Gespräch mit einem Arzt sichergestellt werden, dass eure Gesundheit von der ketogenen Ernährung profitieren und nicht beeinträchtigt wird.

Frau beim Sit-Ups machen

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